Eindrücke aus Kyoto

Einer meiner Lieblingsstädte Asiens ist Kyoto, das kulturelle Herz Japans. Wenn es zwei Orte gibt, die man während der Japanrundreise besuchen sollte, dann sind es definitiv Kyoto und Tokyo. Tokyo mit seinen über 35 Mio. Einwohner und das 1 Mio. kleine Kyoto könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Das imperiale Kyoto strahlt eine Ruhe und Gelassenheit aus, während es in der Hauptstadt nur so von Menschen und Hochhäusern wuselt.

Nun denn, in Kyoto gibt es sehr viel zu sehen. Ich verbrachte nur 3 Nächte hier und konnte daher nicht alle Sehenswürdigkeiten anschauen. Die wichtigsten Spots sind Fushimi Inari sowie Sagano Bambuswald in Arashiyama, welches ihr hier lesen könnt. Weiterhin empfiehlt sich der Besuch Kinkakuji, auch bekannt als Goldener Pavillion. Es ist hier sehr voll, aber der goldene Pavillion ist ein Traum.

Mein Tipp: Sehr früh einer der Spots aussuchen, damit ihr wenigstens die Chance auf eine schönes Bild habt. Ich wohnte in der Nähe des Königspalastes, aber nach so vielen Palästen, Tempel und Pagoden, wollte ich nicht noch einen Tag mit antiken Häusern verbringen. Wichtiger ist mit gutes Essen, wie zum Beispiel Ichiran Ramen oder Fire Ramen. Dazu dann aber später.

Der Gion-Distrikt ist bei vielen Reisenden ein Must-See und daher sehr beliebt. Wer Glück hat, erhascht einen Blick auf eine Meiko oder Geisha. Lasst euch aber nicht von den vielen Touristen blenden, die gerne in Tracht durch die kleinen Gassen Gions spazieren (u.a. auch ich). Eine Geisha ist sehr selten anzutreffen und erkennbar an Ihrem weiß geschminkten Gesicht und Haltung. Meist ist Sie auf dem Weg zu einem Kunden im Machiya (Teehaus) oder Restaurant.

In Gion findet man auch viele alteingesessene Teehäuser und ein Besuch in einem ist absolute Pflicht. Falls ihr an einer Tee-Zeremonie teilnehmt, wie zum Beispiel im Camellia, lasst euch in einem Kimono-Shop einkleiden. Für das Anziehen, solltet ihr mindestens 45 Minuten einrechnen. Im ersten Schritt sucht ihr euch den Kimono aus, dann den Obi (Gürtel), Schuhe und eine Handtasche. Anschließend erfolgt der „anstrengende“ Part, denn ihr bekommt mehrere Lagen Stoff, einen Plastikgürtel und Tücher umgewickelt. Nach 3 Lagen Stoff war bei mir die Puste auch aus und ich verdrängte den Besuch jemals auf Toiletten gehen zu können.

Danach ging es quer durch Gion zur Tee-Zeremonie. Atmen? Nichts da, sei professionell und halte die Luft an. Atmen ist für Weicheier 🙂



 

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