Pekings Schätze

你 好 北京 (Ni Hao Beijing!)

3 Semester Chinesisch an der Universität haben sich doch ausgezahlt und ich habe es endlich nach China geschafft!

Mitte März war ich geschäftlich in China unterwegs und habe nun endlich Zeit meine Erlebnisse nieder zu tippen. 

Da die Hainan Airlines ein Teilorganisator der Reise war, flog ich von Berlin Tegel nach Peking. Der Flug war ganz gut, das Essen sehr lecker und das Entertainment hat mal funktioniert (auf dem Hinweg!). Als ich an Bord der Maschine ging, dachte ich zuerst ich sei im falschen Film, denn es wurde chinesische Musik, die man normalerweise in einem chinesischen Restaurant erwartet, eingespielt. Die Maschine war bis zum Rand voller Chinesen und dementsprechend war es doch sehr laut und teilweise ging es auf den Gängen zu wie auf einem Bazar. Nichts gegen die Chinesen, aber wer bringt bitte KFC an Bord einer Maschine? Nun denn 8 ½ Stunden später landete ich wohlbehalten in der Hauptstadt, wo mich meine Reiseleiterin Yali Chen bereits erwartete.

Ihr erster Eindruck: „Du bist ja jung! Ich hab jetzt jemand Älteren erwartet!“

Meine Antwort: „Ich bin älter als ich aussehe, aber hey danke für das Kompliment!“

Gemeinsam mit unserem Chauffeur fuhren wir in mein gebuchtes Hutong-Hotel „Jingshan Garden Boutique Hotel“, einem kleinen, aber feinen Hotel in den „Hutongs“ (Altstadt Beijings). Das Hotel liegt versteckt in einer Gasse mitten in den Hutongs und man ist in ca 10 Minuten am nördlichen Ausgang der Verbotenen Stadt. Der Jingshan Park ist auch direkt gegenüber, von wo man einen tollen Blick auf die Verbotene Stadt hat.

Jingshan Garden Hotel

Sehr nettes Personal und die Rezeptionistin spricht gutes Englisch. Der Rest des kleinen Teams ist sehr hilfsbereit, versteht aber recht wenig Englisch. Kein Problem da ich auch die Körpersprache beherrsche 🙂 Lage etwas versteckt und die Nachbarschaft macht einen auf den ersten Blick erschreckenden Eindruck, aber hinter der Tür verbirgt sich eine kleine Oase, vor allem im Sommer, wenn der Teich gefüllt ist und man die Sonne genießen kann. Zimmer sind ordentlich, sauber und die Betten bequem. Das Bad ist groß und das Wlan funktioniert auch.

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Nun, die Hutongs Beijings gehören zu den ärmsten, aber auch authentischen Viertel der Megacity. Fernab der Wolkenkratzer, modernen Büros und Shoppingmeilen wohnen hier Chinesen, meist drei Generationen, in viel zu kleinen Häusern, teilweise ohne eigene Toiletten. In China ist es üblich auf öffentliche Toiletten zu gehen, die überall in der Stadt verteilt sind. In einer Nachbarschaft teilt man sich die Toiletten gemeinschaftlich.

→ Lektion 1: Benutze die Toilette des Hotels, da in China vorwiegend „Squat Toilet“ üblich sind. Man geht also in die Hocke Mädels! 

Am ersten Tag stand nicht viel auf dem Programm: Spaziergang durch die Hutongs, Kleinigkeit essen und Besuch des Nacht/Futtermarktes auf der Wangfujing Street.

Jinshang Park
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Jinshang Park Aussicht
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Der nördliche Ausgang der Verbotenen Stadt
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Wanfujing Street Food Market
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Wangfujing Street
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Naschereien in Beijing
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Einmal Insekten bitte
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Darf es heute Mini Skorpione sein?

Die Verbotene Stadt und der Platz des Himmlischen Friedens

Gegen 9:30 Uhr erwartete mich meine Reiseleiterin und wir fuhren zum Tiananmen Platz. Es war heute besonders voll, da aufgrund der Wahlen die Verbotene Stadt die letzten Tage geschlossen war. Wie voll es war merkte ich bereits am Eingang, denn es wurden einige  andere Eingänge gesperrt. Nachdem Yali einen kleinen Trick angewendet hat → Ich bin Reiseleiterin und die Asiatin da ist keine Chinesin, sondern Deutsche und deswegen dürfen wir uns bei der Schlange für Gruppen anstellen (Zwei Personen sind ja auch immerhin eine Kleingruppe), erreichten wir die Sicherheitskontrolle, wo wir unser Wasser leider abgeben musste. Nach eineinhalb Stunden anstellen, erreichten wir endlich den Platz des Himmlischen Friedens.

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Die Verbotene Stadt ist schon sehr beeindruckend und riesig. Sie zählt zu der Hauptattraktion Beijings und ist voller Menschen. Da ich kein Fan von Menschenmassen war, hatte ich nach zwei Stunden auch genug, sodass wir erst Mal Mittag Essen gegangen sind. Anschließend stand der viel schönere Himmelstempel auf dem Programm. Dieses ist nicht so überlaufen wie die Verbotene Stadt und meiner Meinung nach interessanter. Vor allem morgens, wenn die Älteren Tai Chi und Qi Qong praktizieren.

→Lektion 2: Peking ist voller Chinesen! Noch nie habe ich so viele Menschen auf einem Platz gesehen. Menschen mit Platzangst sollten dies meiden. Onkel Mao sollte auch Respekt gezeigt werden, sonst kann es brenzlig werden.

Der Himmelstempel

Der Himmelstempel wurde dem allerhöchsten Gott gewidmet: Nicht Feuer, Erde oder Wasser, sonder dem Himmel. Der Himmelsgott ist der Herrscher aller Götter und kommt einmal im Jahr auf die Erde hernieder. Sein Stellvertreter auf Erden ist Jesus der Kaiser und dieser verlangte nach dem Bau eines Tempels, der dem Himmelsgott würdig ist.

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3 comments

  1. Hallo,
    mit Spannung habe ich gelesen, was du über meine Lieblingsstadt schreibst. Das wichtigste hast du gesehen. Ich finde die Verbotene Stadt immer wieder interessant und ja in China muss man sich an viele Menschen gewöhnen.
    LG
    Thomas

    1. Hallo Thomas,
      schön, dass dir mein Artikel über Peking gefällt. Ich stimme dir zu, dass man sich an vieles gewöhnen muss, nur ist es bei Peking relativ schwierig für mich. Wie lange wohnst du schon in China?

      1. Hallo,
        ich lebe nicht in China sondern im Raum München. Ich bin einfach oft (einmal im Jahr) in China und somit schon 14 Mal dort gewesen. In Beijing kenne ich mich nach all den Jahren super aus und mir gefällt die Stadt sehr.
        Lg
        Thomas

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