Miss Mae in London – eine neue Stadt, ein neues Abenteuer

Meine absolute Lieblingsstadt ist und bleibt London. Mit London verbinde ich Internationalität, sehr gute Restaurants, gute Shoppingmöglichkeiten und tolle Clubs.  Bis 2014 war ich mindestens zwei Mal im Jahr in London, um Freunde zu besuchen. Seit meinem Umzug nach München,kann ich leider die Annehmlichkeiten eines Ryanair-Fluges nicht mehr so gut nutzten (neben der Tatsache, dass ich keine Studentin mehr bin, die zu 80% Freizeit hat).

2012 habe ich in einem tollen Start Up Unternehmen ein Marketing Praktikum absolviert und bin dafür aus dem Saarland nach London gezogen. Über eine Agentur fand ich ein Zimmer in Tuffnel Park, zwei Stationen hinter Camden Town. Meine Gastmutter Zozi war sehr nett zu mir, jedoch war Sie auch etwas seltsam. Ihre Familie hatte einige „Messi“Angewohnheiten und Sie verboten mir zu oft zu duschen und zu kochen. Nach einer Woche fuhr die Familie in den Urlaub und hinterließ mir eine halbrenovierte Wohnung mit einem kaputten Fenster. Ich reagiere sehr empfindlich auf Staub und entwickle bei Stresssituation (Klausuren) einen Reizhusten, der bis zu drei Monaten andauern kann. Die Baustelle sowie mein neuer Job führten zu einem wochenandauernden Reizhusten, der mich und meine Kollegen nur störte. Ich zog die Reisleine und zog noch während Zozis Urlaub aus.

Wie findet man in London ein WG-Zimmer?

Am besten sucht man auf gumtree, dem britischen Ebay Kleinanzeigen oder unter www.spareroom.co.uk. Es finden auch öfter „Flatshare Parties“ statt, die wie ein Speeddating ablaufen. Man zahlt eine Gebühr, trifft sich in einer Bar und die WG-Anbieter präsentieren Ihre WG-Zimmer. Leider liefen meine Flatshareparties/Speeddating Parties nie so erfolgreich.

Mein damaliges WG-Zimmer fand ich über spareroom.com. Ich schrieb Thomas, den Vermieter, an und arrangierte eine Besichtigung am Abend. Das besagte Haus war ein Reihenhaus in Archway, Zone 2, Northern Line und nur 3 Stationen von Camden Town entfernt. In dem Haus wohnten bereits 5 Mitbewohner: zwei Deutsche, eine Malay, ein Ire und ein Engländer. Letzter, Mister Marc, war Vollzeit-Model bei Hollister und Abercrombie & Fitch an der Oxford Street. Es klingt natürlich toll, wenn man mit einem männlichen Model zusammenlebt. 1,90 m groß, braune Haare, Babyface und ohhh dieser britische Akzent. Leider hat er vieles mit anderen Modeln gemeinsam: Er ist leider nicht der Hellste und nur auf sein Äußeres fixiert. Warum hat er Englisch und Französisch studiert und steht 8 Stunden halb nackt da und lässt sich von pubertierenden Mädchen begaffen? Habt Ihr auch gewusst wie schlimm es sein kann, wenn ein Mann am Tische sitzt und nur Salat isst und sagt, dass sein Manager sagt, er sei zu dick? Bitte was? Wo denn? Dann zieht er sein Hemd aus und zeigt dir seine Bauchmuskeln. Ok, das war unerwartet und meine Pasta bleibt mir im Hals stecken. “ Marc, kannst du dich nochmal ganz langsam drehen? Ich glaube hinten rum, könntest du abnehmen“.

Mein Zimmer war 20 Quadratmeter groß, pink und voll möbliert. Ich musste nur meinen Koffer mitbringen und einziehen. Danke nochmals den Mädels, die mir beim Umzug geholfen haben 🙂 Damals habe ich 520 Pfund im Monat gezahlt, gute 700 € für ein Zimmer in einer 6er, später 7er WG in London. Und das war noch günstig. Mieten bis 1000 Pfund für ein WG Zimmer sind hier normal. Für das Geld bekomme ich wenigstens eine kleine 1-Zimmer-Wohnung in München.

Wie arbeitet man in London?

In London zu arbeiten ist ziemlich cool. Vielleicht habe ich nur Glück gehabt mit meinen Jungs, die alle Mittzwanziger bis Anfang Dreißiger sind. Als einziges Mädchen in einer IT Marketing Firma zu arbeiten mag zwar seltsam sein, aber die Jungs waren alle super. Ich war die kleine Prinzessin, die für das Networking Building verantwortlich war und alle mit Ihren Süßigkeiten versorgt hat. In London gilt: Work Hard, Drink Harder. Deswegen ist es Pflicht Freitag um 16 Uhr Feierabend zu machen und in den nächst liegenden Pub zu gehen. Unser Büro war zentral an der Themse, Vauxhall, direkt die Straße runter vom MI6 Gebäude. Freitag abends zogen wir gemeinsam in unseren Pub, The Beehive hieß er wohl, und gönnten uns die ersten zwei Runden auf Kosten der Firma. Als Asiatin fehlt mir ein Enzym, sodass ich wirklich nicht viel Alkohol vertrage. Nach meiner Londonzeit ist mein Verträglichkeitspegel weit nach oben gestiegen.

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Was macht man als Nicht-Tourist in London?

In London kann man so einiges machen. Im Sommer spaziere ich sehr gerne durch den Hyde und Green Park. Ich miete mir auch eines der Barclay Bikes und radel einfach los. An kalten Regentagen besuchten wir Museen und Galerien oder verschanzten uns in ein Teehaus zu Grüntee und einem guten Roman. Eines meiner Lieblingsteehäuser ist das Yumchaa. Viele von euch wissen auch nicht, dass ich mich sehr gut mit Tee auskenne. Ich habe während meines Studiums lange in einem Tea Shop gearbeitet und wurde sozusagen zur Teeverkäuferin ausgebildet. Oolong, Matcha und Genmaicha sind daher keine Fremdbegriffe für mich.

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Meine Schwester wollte auch unbedingt aufs London Eye, sodass wir dieses auch fuhren. Ob sich die 18 € gelohnt haben? Sicherlich nicht, aber hey ich bin eine tolle Schwester und musste auch nur für die Schwester den halben Preis bezahlen, da Sie mit Ihren Anfang 20 immer noch als 13-Jährige durchgeht.

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To Be Continued: Die Olympischen Spiele in London – Ich war dabei 🙂

London 2012 –  I MISS U

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