Travel Diary: Unterwegs in Seoul

Modernes Seoul

Seoul ist einer der spannendsten Städte Asiens und bietet für jedermann etwas. Make Up Lover werden sicherlich in Myeongdong fündig, Fashionistas rundum Ewha Women University und Hardcore Shopper werden Dongdaemun lieben (Shoppen von 10 Uhr morgens bis 5 Uhr Morgens! Fast 24 Stunden!!!). Myeongdong ist bei asiatischen Touristen und Frauen sehr beliebt, da man hier unendliche Make Up Shops wie Etude House, Missha, Tony Moly etc findet. Man kann sich gar nicht vorstellen wie viele Shops sich nur um das Eine drehen können: Hautpflege! In Seoul gilt weniger Foundation ist mehr. Anstatt die Haut mit Puder und Foundations zu „verschönern“ setzt man auf Prävention und lässt es gar nicht darauf ankommen. Beautypunk hat einen tollen Bericht über die „10 Schritte zur makellosen Haut“ geschrieben, den ihr unbedingt lesen sollt. Eine gute Haut ist das Geheimnis zur Schönheit 🙂

Grand Hyatt Seoul auf dem Nam San

Traditionelles Seoul

Seoul erinnert mich sehr an Singapur. Alles ist modern und sauber, der Verkehr ist geordnet, ja Seoul könnte eigentlich überall auf der Welt stehen. Wäre da nicht der Königspalast und die alten traditionellen Häuser rundum Bukchon Village. Bukchon Village ist sozusagen „Alt-Seoul“ und beliebt bei Touristen, vor allem chinesische Gäste, die sich Hanboks ausleihen und Erinnerungsbilder schiessen lassen. Auch ganz beliebt sind Pärchen-und Hochzeitsbilder vor „Hanok“ Häusern. Ein Hanok ist ein traditionelles Wohnhaus und nur noch selten zu finden. Wer Gelegenheit in einem solchen Hanok zu übernachten, sollte es auf jeden Fall tun. Auch wenn es nicht günstig erscheint, ist es das wert.

Hanok Haus
Bukchon
Wachablösung

Samcheong-Ro und Bukchon 

Eine typische Boutique in Samcheong-Ro

Meine Lieblingsstraße in Seoul ist Samcheong-Ro, welche zwischen dem Palast und Bukchon liegt. Hier reihen sich kleine Boutiquen an Szenerestaurants, Schulmädchen ziehen von Geschäft zu Geschäft und schauen nach den neusten Designs. In einer kleinen Boutique werde auch ich fündig und besorge mir zwei tolle Jutetaschen. Eins für meine Schwester und mich. Hier gibt es sehr günstig tolle Handschuhe, Socken (Minion und Totoro-Socken) für einen Euro und Echt-Pelz-Stolas für kleines Geld. Peta würde hier direkt protestieren, aber wir sind in Asien und da ist es ziemlich egal. Leider.

Lifestyle und Schönheitsoperationen

Die meisten Seoulreisenden reisen hierher, weil Sie von dem Lifestyle fasziniert sind. Koreanische Serien, Schauspieler und Stars prägen die asiatische Popkultur immens. Selbst wenn ich in Saigon unterwegs bin, hallt in der Nachbarschaft Popmusik von Big Bang oder Girls Generation. Im TV flimmern koreanische Musikvideos oder Vietnamesen, die auf Koreaner machen. Selbst meine 85-Jährige Oma schaut sich koreanische Serien an. Faszinierend wie ein Land andere Länder prägen kann. In Seoul selbst merkt man diesen Hype eher wenig. Es ist alles viel entspannter und jeder geht seiner Dinge nach. Nur eins erschreckt mich immer noch und zwar der Umgang mit Schönheitsoperationen. In der U-Bahn werben Ärzte für Ihre Operationen und es werden oft Vorher-Nachher-Bilder gezeigt, die es in sich haben. In Asien ist es bereits bekannt, dass man kurz mal nach Südkorea fliegt und sich zum 18. Geburtstag eine neue Nase, Augenlider oder Wangenknochen machen lässt. Wer kann der kann eben. Unter Asiaten sind vor allem die Doppellidoperationen sehr beliebt. Ade die Zeiten sich mühsam mit Klebebänder Augenlider zu zaubern (welches ich nie verstanden habe, da ich mit Doppellider gesegnet bin, aber auch wenn nicht wäre ich zu faul mir selbst was vorzumachen.) Ich finde es toll wie alle hier offen mit diesem Thema umgehen, aber finde es erschreckend wie viele Südkoreaner-und innen operiert sind. Überall wo man hinsieht wunderschöne Frauen, die aber größtenteils was haben machen lassen. Schade!

N Seoul Tower

Das berühmteste Wahrzeichen der Stadt ist nicht Lee Min Ho der N Seoul Fernsehturm. Hoch oben auf dem „Südberg“ Nam San thront der Turm und zieht Touristen sowie Einheimische an. Viele Pärchen kommen hierher,und verewigen sich mit Liebesschlössern, die untypisch nicht abgehängt werden, sondern ganz im Gegenteil beworben werden. In den Souvenirshops kann man alle Arten von Liebesschlössern erwerben und darauf hoffen, dass die Liebe ewig hält. Ich hatte natürlich besseres zu tun als ein Liebesschloss anzubringen und tu das was ich am besten kann, nämlich essen und davon Fotos machen. Darum ging es für mich auch hoch in das 360° Restaurant. Das Essen im Hancook Restaurant war in Ordnung, aber ich bin kein Fan von Buffet. Trotzdem hat die Toilette mit dem besten Blick auf die Stadt gepunktet.

Koreanische Küche

Korean BBQ

Man kann sagen was man will, aber die Koreanische Küche ist einfach gut. Vegetarier und Veganer werden sicherlich nicht Ihren Spaß haben, da die Küche sehr fleischlastig ist. Rindfleisch und Schweinefleisch dominieren die traditionelle Küche. Zusätzlich werden immer kleine Beilagen gereicht, sogenannte Banchans, die aus Kimchi (eingelegtem Kohl), Sojasprossen, Spinat, Tofu oder eingelegtem Gemüse bestehen. Das bekannteste Gericht ist Bulgogi, süß mariniertes Rindfleisch, das auf einem Grill zubereitet und mit Reis und Banchans serviert wird. Fleisch ist in Südkorea sehr teuer. So kostet 100 g Rindfleisch zwischen 12.000 – 14.000 KW (ca. 9,5 € Stand Jan 2017) und wer wird von einem Teller Fleisch schon satt? Zu zweit sind wir mit einer Rechnung von über 50 € rausgegangen und waren trotzdem teilweise noch hungrig. Günstig geht definitiv anders, aber es ist sooooo lecker!!!!

Banchan

Bibimbap

Bibimbap ist ein beliebtes Gericht und eine Art „Resteverwertung“. Man nimmt übrig gebliebenen Reis und vermischt Ihn mit Chilipaste, Gemüse, etwas Rindfleisch und tadaaa Essen. Mir persönlich schmeckt es nicht so gut, aber ich bin auch kein großer Reisfan.

Kimchi

Kimchi ist das Nationalgericht Koreas und fermentiertes Kohlgemüse. Sehr oft wird Chinakohl fermentiert, aber man kann auch Gurken, Rettich und anderes Gemüse einlegen. Achtung Suchtgefahr!

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