Von Tempeln und Skisprungschanzen

Habt ihr schon mal in einem Tempel übernachtet? Nein? Ihr wusstet nicht, dass es möglich ist? Nun, in Ländern wie Südkorea und Japan ist eine Tempelübernachtung eines der Highlights, denn nirgendwo kommt man näher an den Zen Buddhismus als in einem Tempel. Wer nun die Chance in einem Kloster oder Tempel zu übernachten, sollte dies wahrnehmen. Da ich bereits in Myanmar in einem Kloster übernachtet habe, und wir nur 7 Tage in Südkorea verbringen, gibt es die Temple Experience Light, ohne Übernachtung. Südkorea ist umgeben von Bergen und lässt jedes Wandererherz steigen. Darum liegen viele Tempel mitten in der Natur, dort wo keiner die Mönche beim Meditieren stören kann. Der Woljeongsa  Tempel liegt in Pyeongchang und bietet für Touristen das volle Programm: Meditieren, Gebetskränze basteln, Tee-Zeremonien, auf dünnen Matten in einem Gemeinschaftssaal schlafen.

Mein Versuch eines Gebetskranzes war in Ordnung, aber ich war leicht unterfordert. Stein über Stein und am Ende noch eine Kordel rein. Schwupps, ist der Kranz fertig. Man kann nach dem Kranzbasteln noch über das Gelände spazieren und sich vom netten Mönch  ein paar Geschichten erzählen lassen, den selben Mönch auf beim Gongen beobachten oder einfach Meditieren. Für jemanden, der etwas mehr Abenteuer und Action such, ist es jedoch etwas monoton. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass Mönche bereits gegen 4 Uhr aufstehen und meditieren? Zur vollen Tempelerfahrung gehört also bereits um 21 Uhr ins Bett gehen und um 4 Uhr morgens aufstehen. Keine Ausnahme!

Anschließend geht es weiter zum Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018: Pyeongchang. Zurzeit werden das Olympische Dorf sowie einige Hotels gebaut, aber die Skischanzen und Bobbahnen sind startklar. Man kann also leicht erahnen wie es nächstes Jahr sein wird. Ich übernachtete im Intercontintal Alpensia Resort, dem einzigen gehobenen Mittelklassehotel an der Skischanze. Nun, es ist ein typisches Intercontinental, nicht schlechtes aber auch nicht besonders ausgefallen. Das Spa hatte bereits gegen 21 Uhr geschlossen, drum herum gab es nicht viel außer einen 24 Stunden Kiosk (mit tollen Chips und Souvenirs) und ein Domino’s, das leider auch geschlossen hatten. Egal, heute Abend gibt es eben Soju, Milkshakes und Chips.

Mit den Olympischen Spielen kann ich recht wenig anfangen, da ich mich nicht dafür interessiere. Trotzdem bin ich bereits schon zum dritten Mal an einem Austragungsort (Vancouver, London und Pyeongchang) und 2012 besuchte ich sogar ein Paralympic Spiel (Wenn schon in London, dann richtig!). Der Besuch der Skischanze ist sehr interessant und hat Spaß gemacht. Da ich für meine witzigen Springfotos bekannt bin, konnte ich es mir auch nicht Nehmen lassen auf dem „Fake Schnee“ ein paar Sprünge zu wagen und nebenbei ein paar Kollegen mit Schnee zu bewerfen. Auch mit Mitte Zwanzig (oder schon bereits auf die Ende Zwanzig zugehend … *can’t face the truth*) sollte man Spaß haben.

  Pyeongchang 2018 ich war da 🙂

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