Golfen und Heiße Quellen

Nach Xi’An flogen wir auf die tropische Insel Hainan, dem chinesischen Hawaii. Hainan ist das „Mallorca der Deutschen“, denn da kommt man ganz schnell hin, es ist günstig und ja der Strand. Was soll ich mehr zu Hainan sagen? Hmm, vielleicht, dass China nicht für seine Strände bekannt ist und dass man daher nicht Thailand erwarten soll?

Wir landeten zuerst in Haikou und verbrachten die erste Nacht im Mission Hills Hainan. Mission Hills sollte allen Golfspielern bekannt sein  und ist unter den Stars wie Leonardo Di Caprio und Megan Fox ziemlich beliebt. Erst neulich war  Matthew Mcconaughey hier ein paar Runden spielen.

Naja, wie man stellt man sich ein Golf Resort in China vor? Groß, Größer, Mission Hills?

Das Resort ist RIESIG und von außen extrem hässlich. Ich bin ja kein Fan von Betonklötzen und war erstaunt wie schön es innen eingerichtet ist. Don’t judge a book by its cover Mae!

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Da der nächste Termin am späten Nachmittag war (Hainan Tourism) nutzte ich die Annehmlichkeiten meines Berufe und testete die berühmten heißen Quellen des Resort. Über 180 heiße und kalte Quellen gibt es im Mission Hills und ich war natürlich unterwegs alle zu testen … ok, ich hab nur 10 Quellen getestet, da viele entweder zu heiß waren (42 ° C), zu kalt (15°C) oder eine verdächtige braune Farbe (angeblich Kaffee und Rotwein – aha – ).

Die heißen Quellen sind ganz nett, aber je länger ich da verbrachte, desto mehr achtete ich auf meine Umgebung und meine sehr lauten chinesischen Nachbarn. Diese tranken Ihr Bier in der Quelle nebenan und ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie dieses in die Quelle geschüttet haben, und danach dort benutzte Tempos und Zigarettenstümmel  übrig liegen liessen. Chinesen sind ein sehr spezielles Volk und ich LIEBE die chinesische Küche. Jedoch wird mir jeder Recht geben, dass Chinesen teilweise ein seltsames Verhalten an den Tag legen, u.a. nicht viel Wert auf Hygiene legen. Ich möchte hier keinen beleidigen und meine wirklich nur die Chinesen aus Mainland China, die mir während meiner Reise begegnet sind. Mein Schweizer Kollege und Ersatzpapa erklärte dieses Verhalten mit der Kulturrevolution. Vor weniger als 50 Jahren war es verpönt sich gebildet zu verhalten, sodass viele Chinesen sich zum Schutz wie „Bauern“ verhalten mussten. Dieses Benehmen hat sich bis heute gehalten und ist nur schwer abzulegen.

Einige Beispiele meiner Chinareise sind der Besuch eines Restaurants in Beijing und im Doubletree by Hilton Sanya.

Menschen spucken auf den Boden (es häng sogar ein „Nicht Spucken Schild an der Wand?!), die Damentoiletten sind ohne Türen und nicht gereinigt, es wird gerülpst und durch das halbe Restaurant geschrien. 

Im Doubletree by Hilton Sanya, einem sehr guten Luxushotel laufen im Restaurant und Bar Männer mit dem „Chinese Bikini“ rum, die Damen im Bademantel. Als Chinese Bikini bezeichnen wir die Bäuche der Männer, die Ihr Unterhemd einfach über diesen krempeln und die Pracht anderen entgegen strecken. Ja, da bliebt mir die Spucke schon weg und wir mussten dann gleich eine dritte Runde Cocktails ordern, um den Abend zu überstehen. 

Das Mission Hills Hainan ist als Golf Resort und Hochzeitslocation sehr schön, aber eben nicht mehr. Der Strand ist weit weg, das Hotel voller lauter Chinesen und die Quellen nach gründlicher Untersuchung nicht mehr so ganz toll. Das größte Spa-Gebäude der Insel sollte vielleicht einen Besuch wert sein, aber ich habe dieses aufgrund des vollen Terminkalenders nicht testen können. Weiterhin finde ich diesen Vulkan und Kinderwelt im Pool schrecklich! Schade, so viel Potenzial einfach verschenkt!

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