Die Bucht des herabsteigenden Drachens: Halong

Die Halong-Bucht ist wohl einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Vietnams und wenn man diesen Ort nicht besucht hat, hat man Vietnam nicht gesehen. Nirgendswo sonst sieht man über 2000 Karstfelsen und kleine Inseln und nirgendswo ist es so mystisch romantisch. In meinen jüngeren Tagen als Studentin (also ganz lange her) bereiste ich bereits diesen Ort und habe nur noch verschwommene Erinnerungen. Es war damals grau, kalt und nass. Ja besonders nass, da ich beim Kayakfahren ins Meer gefallen bin und keine Ersatzhose dabei gehabt habe.

Im Mai habe ich berufsbedingt mein Heimatland erneut bereist und auch die sagenumwobene Halong-Bucht besucht. Diesmal schien die pralle Sonne und das Thermometer stieg auf über 32° C. Es war ein sehr heißer Sommertag.

Viele Reisende nehmen sich für die Bucht der Herabsteigenden Drachens nur maximal eine Nacht Zeit, was in meinen Augen sehr wenig ist. Man fährt von Hanoi je nach Pier bis zu vier Stunden pro Weg und hat vor Ort nur einen halben Tag. Mit Anfahrt, Programm und Transfer bleiben einem weniger als 12 Stunden auf dem Meer. Dabei ist die Bucht so magisch.  Das Programm der meisten Anbieter ähnelt sich sehr: Kochkurse an Bord, Höhlenbesuche, Cat Ba Island, Fischerdörfe. Einzig alleine die Ausstattung und die Route unterscheiden sich von einander und machen das Schiff dadurch begehrter. und natürlich teurer. Es gibt viele Anbieter, die sich preislich sehr unterscheiden. Eine Übernachtung auf einer einfachen Dschunke kann bei 100 USD pro Person anfangen aber auch in die paar Hundert bis Tausend Dollar kosten.

Mein Rat: Buche ein sicheres Schiff, das die Lan Ha Bucht oder die Bai Tu Long Bucht ansteuert, denn diese sind weniger befahren. 

Wir haben uns für die drei Tage und zwei Nächte Variante entschieden und es nicht bereut. Man konnte die Fahrt in Ruhe genießen, sich mit dem tollen Personal anfreunden und zum Unterhaltungsfaktor des Schiffes aufsteigen.

Warum? Nun, alles fing mit einer Kayakfahrt an und einem Mutter-Tochter-Gespann, dass zum allerersten Mal gemeinsam Kayak fährt und leider nicht sehr gut dabei ist. Dann stelle man sich noch eine dunkle und sehr tiefe Höhle mit vielen Felsen vor und eine Mai, die quer durch die Bucht der Mama Anweisungen gibt: „Phai – Trai – Phai – Trai, Mama “ (Rechts – Links – Rechts – Links)  schallt es durch die Bucht und alle anderen Gäste inklusive zwei Guides brechen in Gelächter aus.

Am Ende des Ausfluges waren wir beide so müde und ich hatte keine Stimme mehr, sodass unser Reiseleiter John uns an sein Kayak band und hinter herzog. So bin ich zum allerersten mal per Anhalter durch die Halong-Bucht gefahren.

Meine Lieblingsmomente waren abends zum Sonnenuntergang (mit genügend freundlichen Cocktails zur Happy Hour! Hello Gin! Guten Abend Tonic! ), denn dann zeigt sich die Bucht des Herabsteigenden Drachens von seiner schönsten Seite. In den drei Tagen haben auch alle Gäste unfreiwillig einen Digital Detox gemacht, denn die Internetverbindung war mehr als bescheiden. Das hat mich schon an meine Tage in Myanmar erinnert, wo wir teilweise Tage lang kein Internet gehabt habe und wir haben es überlebt. Nein, es war sogar schön, denn dann ist man gezwungen sich mit sich selbst zu beschäftigen oder das Gespräch mit anderen zu suchen. Ade Facebook und Instagram! Hello Socialising!

Ich würde ein Digital Detox immer wieder machen und euch wärmstens empfehlen. Vielleicht nicht gerade, wenn du mitten in der Halong-Bucht bist und feststellst, dass deine Bank deine Kreditkarte wegen Betrugsverdacht gesperrt hat.

Bank: „Die Mai ist in Hanoi und muss ein 100 USD Kaution für das Luxushotel hinterlegen. Warte. Ist es so seltsam, dass die Vietnamesin in Vietnam ist? Hmmm eventuell ist das gar kein vietnamesischer Name, sondern Thailändisch oder Chinesisch? Chef. Wir sperren die Karte schnell und warten bis die Trulla das merkt! (Liebe Bank, das ist nicht böse gemeint, aber in diesem Moment war ich auf 12345 °C Grad, denn ich hatte noch 3 Wochen Reise vor mir. Ihr macht auch nur eure Pflicht)

Man lerne draus: Informiere deine Bank immer und immer wieder, wenn du im Ausland unterwegs bist. Ich ruf meine Hausbank immer an, wenn ich rüber nach Österreich fahre (1 Stunde von München entfernt) , oder nach Frankreich (5 Minuten von der Grenze) oder nach Luxembourg (30 Minuten von den Eltern). Ja immer. Ich bin schon per du mit denen und nachdem das mit dem Telefon zu aufwendig geworden ist, schreibe ich denen eine Email.

Betreff: Mai hier, bin wieder im Ausland unterwegs. Portugal. 1 Woche. Kann aber auch länger sein. 

Hier findet ihr meinen ersten Besuch in der Halong-Bucht

Wisst Ihr woher die Halong-Bucht ihren Namen her hat?

Although the name Halong Bay has made it to the world thanks to its world heritage title and one of the new Seven Wonders of the World, not many people know about the mystery beneath that name. In ancient Vietnamese, Halong literally means “descending dragon” and it is originated from a legend of this ancient land. The legend says that during the old time when the country was newly formed, Vietnamese had to fight against fierce invaders coming from the North through the sea. Feeling sorry for the country, The Jade Emperor sent the Mother Dragon and her children descending on earth to help ancient Vietnamese people defend the country. While the mighty enemies were attacking the main land, The Mother Dragon and her children suddenly appeared and incinerated the enemies with their divine fire and giant emeralds. The emeralds from the dragon’s mouth were scattered around the battlefield on the sea and formed an invincible defensive wall that left enemy battleship fleet sinking. Thanks to the dragons, the Northern invaders were finally swept away and the peace finally came back the South East Asian country once again. After thousands of years, the wall of emerald turned into island and islets of different sizes and shapes.After the battle, The Mother Dragon and her children didn’t come back to the heaven, but stayed in the mortal world and turned into human form and help people planting, cropping, raising cattle, reclaiming, and expanding the country. To remember the help of Mother Dragon and her children, the people live there from generation to generation name the bay where the Mother Dragon descended “Ha Long or Halong” and the bay where her children descended “Bai Tu Long”, which means “Thanks to the Dragon’s children”. This legend is also a part of the general belief that Vietnamese people’s has Dragon’s origins. – Credits http://www.halongbay.info/news/the-legend-of-halong-bay.html





 

 

 

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