Travel Diary: Barcelona August 2016

Buenos Días España!

Letzte Woche ging es für mich nach Spanien, und zwar  nach Barcelona. Obwohl ich viel reise, war es meine allererste Spanienreise (es gibt immer ein erstes Mal). Mein Motto ist ja Europa kann ich machen, wenn ich keine Langstrecken fliegen kann. Solange ich noch jung und knackig bin, fliege ich erst einmal um die Welt, um auf der Großen Mauer Luftsprünge zu machen, mich in Angkor unter die Nadel zu legen oder auf Java Vulkane zu besteigen.

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Wie komme ich nach Barcelona?

Girona-Barcelona

Da ich bei meinen Liebsten zu Besuch war, flogen wir mit Ryanair von Frankfurt Hahn  nach Girona-Barcelona  (und das für unschlagbare 88 € pro Person inklusive Handgepäck). Girona-Barcelona liegt ca. eine Stunde und fünfzehn Minuten von Barcelona City entfernt und ist mit einem Bus von Sagalés gut angebunden. Zu beachten ist, dass der Busservice nichts mit Ryanair zu tun hat, sondern sich nur an den Flugzeiten orientiert. Mehr Informationen findest du auf der Webseite.

Du kannst auch ein Taxi nehmen, aber es wird eine teure Fahrt (= ca. 120 € pro Weg). Denke auch daran, dass 1 € pro Gepäckstück berechnet wird.

Barcelona-El Prat

Die großen Airlines wie Lufthansa und Vueling steuern El Prat, den Flughafen Barcelonas an, welcher ca. 30 Minuten entfernt ist. Ich würde diesen nächstes Mal auch ansteuern, da es viel entspannter ist. Man kann mit Bus, Metro oder Taxi (ca. 30 €) die Stadt erreichen und muss sich nicht abhetzen den Bus zu bekommen.

Wie finde ich den Bus nach Barcelona?

Nach der Landung gehe aus dem rechten Ausgang, dann nach rechts und 50 Meter weiter findest du die Bushaltestelle. Kaufe vorher ein Ticket am Ticketschalter (August 2016, 16 € pro Person und Weg, 25 € für Hin-und Rückweg). Der Bus fährt pünktlich ab und bringt dich zu Estacio de Nord (Nordbahnhof). Von dort kannst du ein Taxi oder die Metro von Arc de Triomf (ca. 5 Minuten Fußweg) nehmen.

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Wo übernachte ich in Barcelona?

Das Zentrum Barcas ist Catalunya mit der berühmten Promenade Las Ramblas. Ich buchte über booking.com eine schöne Ferienwohnung im beliebten Viertel Gracìa, welche 4 Stationen vom Zentrum entfernt war. Die Black and White Wohnung war sehr modern, und nur 5 Minuten von der L3 Linie Lesseps entfernt. Nebenan war ein großer Supermarkt und wir erreichten Gaudis berühmten Park Güell in weniger als 11 Minuten. Der einzige Haken an unserem Apartment, war die schlechte Isolierung der Fenster, sodass es abends doch lauter wurde. Naja, kenne ich schon aus London, da war es abends auch mal lauter. Mit Oropax konnte ich gut einschlafen, aber ich schlafe sowieso wie ein Stein, und bekomme nie was mit. Ist das was Gutes?

Barcelona ist kein günstiges Pflaster, daher rechne mit mindestens 90 € pro Nacht, je nach Lage. Wir hätten natürlich auch in einem günstigeren Hostel schlafen können, aber meine Backpacker/Hostel sind vorbei. Ich brauch ein Hotel mit eigenem Bad, sonst ist der Urlaub gelaufen, bevor er angefangen hat.

Wie bewege ich mich schnell und günstig fort?

Je nachdem wo deine Unterkunft liegt, kommst du gut zu Fuß oder per Rad weiter. Das Metronetz in Barcelona ist sehr gut, sodass es sich lohnt Mehrtages-Tickets zu kaufen. Ich kann nur das Hola BCN Ticket empfehle, dass es von zwei bis fünf Tagen gibt. Klicke hier, um online zu bestellen und 10% zu sparen. Das Hola BCN gilt für alle innerstädtischen Linien (Zug, Bus und Metro). Ziehe dir das Ticket am Automaten und schiebe das Papierticket durch den Schlitz, sodass die Tür kurzzeitig aufgeht. Beim Verlassen der Metro geht die Tür automatisch auf (Achtung, es gibt einige schwarze Schafe, die sich hinter dich stellen und gemeinsam durch das Drehkreuz quetschen. Ja, es ist meinem Cousin passiert.)

Was kann man alles in Barcelona machen?

Shoppen, Essen, Ausgehen und natürlich am Strand entspannen.

Shoppen: Ich mag das Viertel Barri Gotic, die Altstadt Barcelonas, mit all seinen verwinkelten Gassen. Gotic findet man ganz einfach, wenn man von der Las Ramblas (= Oxford Street in London= Touristenmeile, welche man ganztägig, besonders abends meiden sollte) nach Osten abbiegt. Dort findet man kleine Läden und Restaurants. Am besten shoppt man auf der Avinguda del Portal del’Angel, wo man von Zara, Mango auch meinen Lieblingsladen Stradivarius findet. Warum er mein Lieblingsladen ist? Ganz einfach: Schöne Mode zu guten Preisen und heiße Verkäufer. Jung, knackig und dann dieser scharfe Akzent. Ohja, die Tatik geht auf, oder warum ist die Schlage so lange?

Gutes Aussehen liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, aber wer wird denn da nicht schwach bei großen, durchtrainierten, dunkelhaarigen Bartträgern, die dich mit einem „Hola!“ begrüßen. Bei solchen Verkäufern spreche ich doch gerne wieder Spanisch 🙂

Apropos Spanisch, in Barelonca wird nicht das Hochspanisch „Castellano“ gesprochen, welches ich gelernt habe (bzw. die paar Brocken, die ich noch kann), sondern „Catalan“, welches doch etwas anders ist. Die Katalanen lernen jedoch beide Sprachen, sodass es recht einfach ist Spanisch und Englisch zu sprechen.

Essen: When in Spain, eat Tapas & Paella. Da ich aber kein großer Fan von Meeresfrüchten bin (außer Gambas und Hummer, also das teure Zeug), fiel letztes flach.  Tapas sind kleine Happchen. Man bestellt viele und teilt Sie unter einander auf. So ähnlich wie eben das kantonesische Dim Sum, wobei ich als Asiatin natürlich Dim Sum bevorzuge. Zu den Tapas gibt es dann ein leckeres Glas Wein und der Abend läuft. Empfehlenswert sind Bombas, kleine mit Hackfleisch gefüllte Katoffelbällchen, frittierte Calamari und Garnelen in Knoblauchsauce. Man sollte mit. ca. 10 – 15 € pro Person rechnen.

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Unser erster Tapasversuch in einem Restaurant in Barceloneta war nicht so toll. Wir wollte eigentlich ins Jai-Cal, aber da war uns die Warteschlange zu lange, sodass wir einen Block weiter in ein anscheinend lokales Restaurant gegangen sind, welches aber dann doch touristisch war. Teuer, unfreundlich und dann noch nicht lecker … Gottseidank sind wir am nächsten Abend in Gracìa ausgegangen, wo das Essen günstig und gut war. Auf der Caller Verdi in Gracìa gibt es unzählige kleine Bars und Lokale, die sehr gutes Essen zu einem tollen Preis anbieten.

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Beachen:

Barcelona ist keine Stranddestination, sondern eine Stadt mit 7 Stränden. Der beliebteste Strand ist wohl Barceloneta, wo Beach Bars, Restaurants und einige Hotels auf Gäste aller Nationen warten. Wir waren einen Mittag dort in einer Beach Bar und genossen die Sonnenstrahlen. Am nächsten Tag verbrachten wir einen halben Mittag am Meer. Hierfür fuhren wir in das alte Olympische Dorf und liefen von dort ca. 7 Minuten zum Strand. Während die anderen ins Meer gingen, entspannte ich im Schatten des Schirms. Ich bin kein ganz großer Strandfan, da ich mich ganz schnell langweile. Ein paar Stunden am Strand, dem Meerrauschen lauschen und was lesen, ist total in Ordnung, aber zwei Wochen nur Sonnen, ist ein No Go. Eher schwimme ich ein paar Runden in einem schönen Infinity Pool … Der untere Strand war ganz schön und noch nicht so voll wie bei Barcelonetta. Ein ganz guter Artikel zu den besten Stränden findest du auf Ashs „Barcelonahacks„. Toller Guide, der mir sehr viel geholfen hat.

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Sightseeing:

Antoni Gaudi war wohl der berühmteste Bewohner Barcelonas. Nirgendswo auf der Welt wird eine ganze Stadt nur einem Künstler gewidmet. Fast alle Sehenswürdigkeiten sind von Gaudi, wie zum Beispiel La Sagrada Familia, Park Güell und Casa Milà und Casa Battló.

Sagrada Familia

Gaudis berühmtestes Vermächtnis: die Sagrada Familia, die größte Baustelle Europas. Man munkelt, dass die Kirche gegen 2026 fertig gestellt  wird, also ganze 118 Jahre später. Ob es stimmt, sehen wir wohl in 10 Jahren.

Die Eintrittsgelder hier sind vergleichsweise teuer. Man zahlt für die Sagrada Familia um die 15 € und sollte das Ticket möglichst online kaufen, da die Schlangen sehr lang sein können. Zurzeit gilt ein Special für Unter 30 Jährige, die nach 18 Uhr kommen und 50 % auf die Tickets sparen können. Metro: Sagrada Familia.

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Park Güell

Mein Highlight (neben den Barca Boys *sigh*) der Reise. Park Güell hat bis Oktober 2013 keinen Eintritt verlangt, aber um die Massen in Zaum zu halten, werden nur noch 400 Leute pro halbe Stunde zugelassen. Meiner Meinung immer noch zu viele Leute. Das Ticket kostet normal 8 € und verfällt nach einer halben Stunde. Hier empfehle ich das Ticket online zu bestellen (mit Time Slot), da es sein kann, dass man am Schalter ankommt, und kein Termin mehr frei ist. Besonders schön ist es zum Sonnenuntergang (gegen 20:30). Unser Slot war für 20 Uhr gebucht und online sogar einen Euro günstiger. Von der Station Lessep wird der Weg ausgeschildert. Nehmt den südlichen Eingang, der euch den steilen Weg mit einer Rolltreppe vereinfacht. Laufzeit: ca. 15 Minuten. Station: Lesseps

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Spaziergang durch Barcelona

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